Bergbaumuseum
nám.Hynka Kličky 293, 261 01 Příbram VI - Březové Hory
Tschechische Republik
Tel.: +420 / 318 / 626 307, 622 566, 626 675 Fax : + 420 / 318 / 622 566
www: http : //www.muzeum-pribram.cz
e-mail: info@muzeum-pribram.cz
ÖFFNUNGSZEITEN:
Saison (April-Oktober) Dienstag - Sonntag 9 - 17 Uhr
Weitere Monate Dienstag - Freitag 9 - 16 Uhr
Sehr geehrte Besucher!
Willkommen im Bergbaumuseum Příbram - Březové Hory (Birkenberg), dem größten Bergbaumuseum der Tschechischen Republik.
Das größte Bergbaumuseum der Tschechischen Republik befindet sich in Příbram. Es umfasst drei Teilobjekte:
- das Bergbauareal im Ortsteil Birkenberg
- die Uranschachtanlage mit ehemaligem Straflager (1949) Vojna
- den Altbergbau (15. Jh.) in Nový Knín.
Die Gesamtzahl der Gebäude beträgt ca. 40. Im Bestand des Museums befinden sich zwei sanierte Malakoff - Fördertürme, zwei Dampffördermaschinen und zwei befahrbare Stollenan- lagen. Weiterhin ist das gesamte Umfeld im Ortsteil Birkenberg und in Příbram vom Bergbau geprägt.
Im Bergbauareal Birkenberg befindet sich der Ševčin-Schacht (ein Malakoff-Förderturm aus dem Jahr 1879, ehemals Schacht Kaiser Franz Josef I.). Im Kassengebäude befindet sich eine Ausstellung zum Handwerk und zur Stadtgeschichte Přibrams, hier wird auch auf die Bergakademie Přibram (gegründet 1849) eingegangen. Im ehemaligen Fördermaschinenhaus steht ein Kompressor von 1928 und eine Ausstellung u. a. zum Weltrekord im Erreichen von 1000 m Teufe im Jahr 1875 auf dem Vojtěch (Adalbert)-Schacht. Im Malakoff-Turm des Ševčin-Schachtes befinden sich drei Dauerausstellungen: die Entwicklung der Schachtförderung im Gebiet von Příbram, die Bohrtechnik der Příbramer Schächte und das Panorama des Birkenberger Erzreviers. Im Förderturm sind außerdem die originale Hängebank mit dem Fördergerüst, Anschlägertableaus usw. zu sehen. Der Turm kann bestiegen werden (er diente früher der Grubenfeldvermessung) und bietet einen herrlichen Blick über das Birkenberger Bergbauareal. Im Freigelände fand Großtechnik ihre Aufstellung und der Nachbau eines Pferdegöpels verdeutlicht diese Art der Schachtförderung. Im heutigen Verwaltungsgebäude (ehemals Kaue) befindet sich eine Ausstellung zur Geschichte des Bergbaus in Příbram. Hier sind auch Dokumente zur größten Grubenkatastrophe der Welt im Jahre 1892 auf dem Maria-Schacht zu sehen.
Gegenüber dem heutigen Verwaltungsgebäude befindet sich die Mineralogische Sammlung (ehemals Verwaltungsgebäude des Schachtes) mit sehr schönen Mineralien des Příbramer Erzreviers. Nicht weit entfernt von der Mineralogischen Sammlung liegt das Bergarbeiterwohnhäuschen, das mit seiner originalen Ausstattung Einblick in das Leben der Bergarbeiterfamilien gibt. Im Maschinenhaus des Vojtěch (Adalbert) - Schachtes - ein weiterer Malakoff-Förderturm aus dem Jahr 1870 - befindet sich eine Dampffördermaschine aus dem Jahr 1889. Im Dachgeschoss ist eine Ausstellung zum Werk des Bergbauzeichners Karel Hojden zu sehen.
Weiter führt der Weg zum Anna-Schacht, wo sich eine weitere Dampffördermaschine aus dem Jahr 1914, gefertigt von Česko-moravská Kolben Daněk Praha, befindet. Hier besteht die Möglichkeit mit der Grubenbahn den Prokop-Stollen zu befahren und in der Schachtröhre des Prokop-Schachtes (mit 1.600 m einer der tiefsten Schächte in Mitteleuropa) einen Blick auf die Wasserfläche des Erbstollens zu werfen. Ein historischer Abbauort zeigt die schweren Arbeitsbedingungen des Bergmanns unter Tage in der Vergangenheit. Zur Prokop-Wallfahrt am 01. Juli 2001 wurde der historische Wasserstollen zwischen Anna-Schacht und Vojtěch(Adalbert) -Schacht der Öffentlichkeit übergeben. Am Wege zwischen Vojtěch(Adalbert)-Schacht und Ševčin-Schacht liegt das Bergmannswirtshaus „Am Hügelchen“.
Zum Umfeld:
Der gesamte Ortsteil Birkenberg ist ein großes bergbauliches Freilichtmuseum mit zwei Bergmannskirchen, der Adalbert-Kirche am Markt und der Prokop-Kapelle. Viele Haldenzüge erinnern an vergangenen Bergbau. Auf der Marianská (Marienstr.) steht noch heute das Geburtshaus des Malers Karel Hojden (1893-1975), der in der Art von Eduard Heuchler viele Szenen aus dem bergmännischen Leben zeichnerisch gestaltete. Die Zeichnungen befinden sich im Besitz der Stadt Příbram. Unweit des Ševčín-Schachtes befindet sich das Gebäude des Maria-Schachtes der heute von der Knappschaft Prokop betreut wird und wo der Maria-Stollen (er diente ehemals dem Erztransport zur Aufbereitung am Vojtěch[Adalbert]-Schachtes) befahren werden kann. Auf dem Friedhof im Stadtteil Zdaboř befindet sich ein Obelisk und zwei Massengräber für die Opfer des Grubenunglücks 1892 auf dem Maria-Schacht. In Bohutín (unweit Příbram) befindet sich der Stahlbetonförderturm des Štefánik-Schachtes, der in dieser Bauart in Deutschland unbekannt sein dürfte. Der kleine Hilfsschacht Řimbaba besitzt noch auf der Halde eine kleine bergmännische Kapelle. Das gesamte bergmännische Wasser- wirtschaftssystem ist noch erhalten und, dies sei als Kuriosität bemerkt, wurde als Brunnenanlage auf dem Wenzelsplatz in Příbram nachgestaltet. Die Wallfahrtskirche auf dem Heiligen Berg verdient Bewunderung wegen ihrer prachtvollen Ausstattung in böhmischen Barock mit prächtigen Stuckaturen und drei silbernen Altären. Im Stadtzentrum befinden sich weiterhin das ehemalige Gebäude der Bergakademie und das Gebäude der ehemaligen Bergdirektion.
In Zukunft (ab Ende 2002) ist geplant das unter Tage erhaltene Wasserrad mit Kunstgestänge und zugehörigen gusseisernen Kunstwinkeln des Drkolnov(August)-Schachtes saniert dem Museum anzugliedern.
